Rebberg

Entstehungsgeschichte:

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2017
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(im Herbst 2017)
Die Zunft zum Stab Liestal hatte an der Jahresversammlung im Frühling 2017
grünes Licht gegeben für das Projekt „Eigener Rebberg“.
Darauf hin wurden vom Zunftrat die benötigten Schritte in die Wege geleitet,
damit das Projekt auch von den Behörden die Zusage bekommen konnte.
Als Dank für die Bereitschaft der Zunftherren einen eigenen Rebberg zu unterstützen
und aktiv mitzumachen wurde im Sommer 2017 ein Apéro in den Reben organisiert.
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2018
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(im Herbst 2018)
Das Gesuch wurde inzwischen von kommunalen und kantonalen Stellen geprüft. Das alles brauchte Zeit.
Das Projekt wurde zuerst der Naturschutz- und Landschaftskommission der Stadt Liestal vorgestellt.
Diese verfasste eine Empfehlung an den Stadtrat, welcher das Gesuch begutachtete und mit einer
Stellungnahme an die kantonale Stelle in Sissach weiterleitete.
Der kantonale Naturschutz hatte zu unserem Vorhaben selbstverständlich auch noch seine Meinung.
Wir hofften Anfang 2019 über weitere Schritte zum Projekt
„Eigener Rebberg“ informieren zu können.
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2019
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(im März 2019)
Die Bewilligung mit Auflagen lag inzwischen nun vor . Dem Bau des Rebberges stand somit
aus juristischen Gründen nichts mehr im Wege. Ein entsprechender Antrag wurde nun vorbereitet
und den Mitgliedern der Zunft an der Jahresversammlung im Mai 2019 zur Abstimmung vorgelegt.
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(im Mai 2019)
An der Jahresversammlung am 8.Mai haben die Mitglieder der Zunft zum Stab dem Antrag
des Zunftrates „einen eigenen Rebberg zu bauen“ mit grosser Mehrheit zugestimmt.
Die Zünftigen wurden in Kürze darauf informiert über das weitere Vorgehen.
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(Ende Mai 2019)
Es galt nun die finanzielle Grundlage für den Rebberg zu sichern.
Die Zünftigen erhielten ein Schreiben mit der Aufforderung den fälligen Betrag pro Anteilschein einzuzahlen.
Je nach persönlichem Interesse bestand die Möglichkeit auch mehrere Anteilscheine zu erwerben
oder bei Nichtinteresse an einem eigenen Rebberg davon abzusehen. 
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(27. Juli 2019)
Der Zunftrat traf sich mit Urs Jauslin, dem vorgesehenen Winzer & Kelterer unseres Rebberges.
Hauptthema: Welche Rebsorten kommen für unseren Rebberg in Frage ? Da der „Weinmacher“ aus Muttenz
sich schliesslich um den Rebensaft kümmern wird, ist sein Fachwissen enorm wichtig
für den Entscheid der Trauben. 
Beim roten Wein waren wir uns rasch einig; beim weissen Wein wurde eine zweite Runde notwendig !
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(2. Okt. 2019)
Verpächter und Ehrenzunftherr Emil Strübin und Vertreter des Zunftrates als Pächter
unterzeichneten den Vertrag für das Land.
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(22. Okt. 2019)
Der gesamte Zunftrat war wiederum beim Weingut Jauslin in Muttenz zu Gast.
Im Teil 1 des Besuches führte er uns durch seinen Weinkeller mit seinem neuen Fasslager.
Der zweite Teil des Abends stand dann ganz im Zeichen der Degustation der in Frage kommenden Weine.
Nach einem sehr unterhaltsamen Abend im Weinladen, begleitet durch das grosse Fachwissen des Winzers und Kelterers,
waren wir uns einig: „Rotwein & Weisswein sind jetzt festgelegt“ !
Rot => GAMARET
Weiss => SOUVIGNIER GRIS
Somit konnte die Vorreservation der Rebstöcke bei der Rebschule definitiv bestellt werden.       
Wir entschieden uns die Reben bei der Rebschule Meier in Würenlingen zu kaufen. 
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(28. Nov. 2019)
Unser Rebbergchef Flavio Ossola konnte mit der Rebschule Meier
einen Besuchstermin festlegen. Im Betrieb erhielt der Zunftrat mit seinen Frauen
einen guten Einblick in den Herstellungsprozess der Rebstöcke und bekam viel
wissenswerte Informationen rund um den Weinbau und der daraus resultierenden Weine.
Ein feines Essen, natürlich mit auserlesenen Weinen, im nahegelegenen Restaurant
rundeten einen spannenden Abend ab.   
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2020
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(Jan. – März 2020)
Im Januar erfolgte nach der Planungsphase endlich der Start der Realisierung des Rebbergs.
Als erstes erstellte die Firma Ziegler AG die vorgesehenen Wege zwecks Bewirtschaftung des Rebbergs.
In einem weiteren Schritt mussten mit viel Muskelkraft ein paar Niederstammbäume aus dem Gelände
entfernt werden. Anschliessend erhielt Heinz Zimmermann vom Hof Schauenegg den Auftrag den Boden 
maschinell vorzubereiten. 
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(im April 2020)
In der nächsten Phase durften wir unseren zukünftigen Kelterer Urs Jauslin aus Muttenz
aufbieten. Die Arbeit bestand darin, die genaue Position der Stickel festzulegen und diese
auch in den Boden zu stecken.
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(5. Mai 2020)
Der 5. Mai dürfte in die Annalen der Zunft zum Stab eingehen. Er markiert die „Geburtsstunde“
unseres Rebbergs. Bei kühlem Wetter mit bewölktem Himmel wurden 480 Stöcke der Sorte „Gamaret“
sowie 480 Stöcke der Sorte „Souvignier gris“ dem Boden anvertraut. Diese Arbeiten wurden von
Joel Baumgartner vom gleichnamigen Weingut in Tegerfelden, zusammen mit Adrian Jauslin
vom Weingut Jauslin mittels Spezialmaschine (Trax mit Spezialwerkzeug) professionell und speditiv ausgeführt
mit Unterstützung von ein paar zukünftigen Zunftwinzern.
Im Vorfeld dieser Arbeiten musste die Wasserversorgung für die Jungreben gelöst werden.  
Dank dem Entgegenkommen der Wasserversorgung Füllinsdorf (Hydrant) und der
Regional- und Stützpunktfeuerwehr Liestal, welche das nötige Schlauchmaterial
zur Verfügung stellte, konnte dieser kritische Punkt gelöst werden.
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(Juni & Juli 2020)
Neben dem Wässern standen die Monate Juni und Juli vorerst im Zeichen des Jätens.
Es ging erst einmal darum möglichst viel Unkraut aus dem Rebberg, vor allem rund um die
Rebstöcke zu entfernen.
Als nächstes war geplant, die heranwachsenden Pflanzen vor allfälligem Wildtierfrass etc. zu schützen.
Ein Zaun musste her! Die dafür notwendigen Arbeiten wurden injiziert; Zunftmitglied Werner Fischer
nahm diese Arbeit unter seine Fittiche. Unser Ziel, diesen „Haag“ noch vor den Sommerferien
gebaut zu haben, wurde erreicht dank Arbeitseinsätzen am 4. und 11. Juli.
Parallel dazu hielten wir den Rebberg stets in Stand mit Jäten, Hacken und Wässern je nach Wetterlage. 
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(Aug. 2020)
Nach den Sommerferien war es wichtig, die wachsenden Jungreben zu begleiten,
diese wo nötig zurückzuschneiden und an den Stickel festzubinden.
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(4. Sept. 2020)
Ein Highlight durften der Zunftrat und die Zunftwinzer am 4. September erleben.
Mit viel Freude und Begeisterung wurde die organisierte Besichtigung unseres Rebbergs
von den angemeldeten Zunftmitglieder aufgenommen. Bei herrlichen äusseren Bedingungen
war dies ein gelungener Event, natürlich auch deshalb, weil wegen CORONA sämtliche
Zunftanlässe im 2020 ins Wasser fielen…
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(Okt. – Dez. 2020)
Im letzten Quartal des Jahres zeigte sich der Rebberg erstmals in den schönsten Herbstfarben.
Die Blätter der Reben leuchteten in der Sonne braun, gelb, orange und rot.
Auffallend war, dass die Blätter der roten Rebsorte etwa 2-3 Wochen früher zu Boden fielen als 
jene der weissen Rebsorte.
Zum Ende  des ersten Rebjahres wurden noch viele herumliegende Steine aus dem Rebberg entfernt.
Mit Spannung warten wir nun auf die Erstellung der Rebanlage, welche im Frühjahr 2021 gebaut
werden soll. 
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2021
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(Jan. – Feb. 2021)
Es lag viel Schnee zu Beginn des Jahres. Als dieser weggeschmolzen war, konnten wir beginnen die langen
Ruten sowie die Seitentriebe der Reben zurückzuschneiden.  
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(2.,3. & 8. März 2021)
Ein weiterer Höhepunkt beim Bau unseres eigenen Rebberges war die Erstellung der Anlage.
Unter der Leitung der Winzer und Kelterer Urs & Adrian Jauslin und seinem Team wurden
mit maschineller Unterstützung 280 Stück Metallpfosten (Länge 2.5m) 70cm in den Boden geschlagen,
Drahtbügel montiert sowie Metall – und Plastikdrähte gezogen und gespannt.
Eine weitere Aufgabe von uns Zunftwinzer bestand darin die Stickel mit Klammern am Draht zu befestigen.
Anschliessend war es wichtig die Reben vor ihrem Austrieb auf die Drahthöhe zurückzuschneiden
und möglichst gerade an die Stickel zu binden, damit der Stamm der Rebe mit den Jahren auch gerade wächst. 
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(20. März)
Noch vor dem Austrieb der Reben nahmen wir Bodenproben, welche wir zur Analyse einschickten.
Die Ergebnisse liefern uns Hinweise betreffend Pflege des Rebbergs sowie vielleicht sogar
erste Hinweise auf die Qualität und den Geschmack unserer Zunftweine.
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(31. März)
Die letzten Tage im März waren sehr warm (bis 25°C); die Gräser und Pflanzen schossen aus den Boden.
Es bot uns die Gelegenheit mit unserem Winzer U. Jauslin die Zeit zu nutzen,
um den Boden entlang der Rebstock-Reihen zu lockern und damit auch zu belüften.
Das geschah natürlich maschinell. Am gleichen Tag nachmittags fuhr der Traktor, fachmännisch gesteuert durch Adrian Jauslin,
mit ausgewechselten Werkzeugteilen noch einmal durch die Reben, um auch die Fahrgassen dazwischen
zu lockern und vorzubereiten für eine Aussaat zwecks ökologischer Aufwertung, Erhöhung der Biodiversität
und Verdrängung von Unkraut.
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(April)
Die Samen wurden von Hand ausgestreut noch bevor der erste Aprilregen eintraf.