Waldbeschilderung im Liestaler Wald (Frühling 2012)

Bericht: René Steinle / Fotos: Fotolabor Spiess AG - 18.07.2012

Orientierungshilfe für die Waldbenutzer

Seit 1998 besteht der Fonds für Kultur- und Gemeinnütziges in den alle Mitglieder der Zunft einen jährlichen freiwilligen Beitrag einzahlen. Mit diesem Geld unterstützen wir geeignete Projekte in dem wir einen festgelegten finanziellen Beitrag leisten. Bis anhin hatte die Zunft einige interessante und nachhaltige Projekt mit unterstützt und so ein Zeichen gesetzt.
Zum Ersten mal hat sich die Zunft an ein eigenes Projekt gewagt und den Vorschlag welcher an der Jahresversammlung 2010 beschlossen wurde genehmigt. Die Zunft will die wichtigsten Waldwege im Liestaler Wald beschildern und den Besuchern und Waldspaziergängern so die Orientierung erleichtern.
So ein Projekt kann nicht alleine durchgeführt werden, deshalb hat die Zunft in der Bürgergemeinde einen idealen und vor allem fachkundigen Partner gefunden welcher den Wald und die dazugehörenden Massnahmen in allen Belangen kennt. Die Zunft und die Bürgergemeinde / Forstbetrieb haben gemeinsam ein Konzept erarbeitet und die einzelnen Arbeitsgruppen gebildet.
Das Herstellen der Tafeln mit der entsprechenden Schrift erwies sich als Herausforderung des-halb waren einige Varianten notwendig bis der eigentliche Prototyp bereit war.
Verdankenswerterweiser hat die in Liestal ansässige Schreinerei Büchi (Inhaber Kurt Büchi selbst Zunftmitglied) die Ausführung der Waldwegschilder übernommen und in vielen Arbeitsstunden die Beschilderung aus Lärchenholz erstellt.

Am 18. Juli 2012 war es soweit, die feierliche Präsentation konnte in Anwesenheit einiger Gäste offiziell im Wald eingeweiht werden.

Organisation: Zunft zum Stab

Franz Schmidlin Projektleiter
Kurt Büchi Hersteller der Schilder inkl. Beschriftung
René Glatt Montage der Schilder an den Pfosten
Philippe Studer Administration, Pressemappe

 Organisation: Bürgergemeinde 

Daniel Wenk Revierförster, Projektleiter
Thomas Schöpfer Koordination und Umsetzung im Wald

Ausführung

Die aus Kastanienholz erstellten Pfosten hat der Forstbetrieb erstellt, sie werden auch das Versetzen vor Ort ausführen.  
Die Schilder werden durch die Zunftmitglieder, unter der Leitung von R. Glatt, montiert. Die entsprechenden Halterungen sind ebenfalls durch den Forstbetrieb vormontiert worden, so dass die Montage am Pfosten entsprechend einwandfrei funktioniert.

Die Bürgergemeinde versteht sich als moderne, öffentlich Rechtliche Unternehmung, die Ihren Grundbesitz und ihr Vermögen aktiv bewirtschaftet und dadurch der Bevölkerung und der lokalen Volkswirtschaft Nutzen bringt.
Sie ist eine moderne Arbeitgeberin, Lehrbetrieb, Kulturveranstalterin und demokratische Institution in einem. Der Bürgergemeinde gehören der Wald, das Sichterngebiet, viele Baurechte und Liegenschaften,  die Deponien am Schleifenberg und vieles mehr.

Der Liestaler Wald

59 % der Gemeindefläche Liestals sind mit Wald bestockt (1077 ha). Der Wald ist in zwei grosse, zusammenhängende Gebiete aufgeteilt:
Muni-Sichtern-Röserntal und Schleifenberg-Grammet.

Daneben noch weitere kleinere Waldbestände. Der Liestaler Wald ist gut erschlossen.
– Öffentliche Strassen 6 km
– Lastwagenfahrbare Waldstrassen 85 km
– Maschinenwege und Rückegassen, rund 100 km, ermöglichen eine gute Erreichbarkeit aller Waldbestände und dienen auch den Erholungssuchenden als Wander- und Spazierwege.

Unser  schöner Wald dient als Naherholungsgebiet und Fitnesscenter, als Lebensraum und Refugium für unzählige Pflanzen- und Tierarten.
Im Liestaler Wald befinden sich über 150 Waldwege. Deren Bezeichnungen sind der breiten  Öffentlichkeit nicht oder nur wenig bekannt. Nun wird diese Lücke geschlossen. Begonnen wird mit der Beschilderung der 75 wichtigsten Waldwege. Jeweils am Anfangs- und am Endpunkt  eines Weges werden Schilder versetzt.  

Nutzen einer Waldwegbeschilderung

Eine Waldwegbeschriftung hat vielerlei Vorteile. Primär dient eine Beschilderung als Orientierungshilfe für die verschiedensten Waldbenutzer.
Bei Unfällen kann eine schnelle Orientierungshilfe für die Rettungsmannschaft lebensrettend sein. Auch sonstige Vorfälle und Beobachtungen im Wald können so besser gemeldet werden.

Bis die ganzen Arbeiten abgeschlossen sind wird es sicher noch einige Zeit dauern.

Ein herzliches Danke an Alle die zum guten Gelingen beitragen.