14. Jahresversammlung (9. April 2003)

Bericht: Anton Wyss / Fotos: pendent - 12.04.2003

 

Zunft zum Stab, Liestal (9.4.2003)

Eine reich befrachtete Traktandenliste bekamen die Mitglieder der Liestaler Zunft zum Stab an ihrer Jahresversammlung vom vergangenen Mittwoch im Restaurant Stadtmühle vorgesetzt. Der Jahresbericht von Zunftmeister René Steinle liess vor allem die im Dienste der Öffentlichkeit geleisteten Einsätze Revue passieren. Dazu gehörten das Eidg. Turnfest im Baselbiet, die erstmalige Durchführung eines Apéros für die Bevölkerung anlässlich des alten „Uffertwegge“-Brauchs oder das bereits traditionelle Treffen für die Neuzugezogenen.

Im neuen Zunftjahr wird die Mitwirkung beim erstmaligen Liestaler Jubilarentreffen (13. September im Altersheim Frenkenbündten) dazukommen. Einen finanziellen Beitrag leistet die Zunft sadann an die Freilegung der alten Stadtmauer bei der Pfarrscheune. Aus dem zunfteigenen „Fonds für Kulturelles und Gemeinnütziges“ bewilligte die Jahresversammlung dazu einen Rahmenkredit von 3000 Franken. Ferner wurde der Zunftrat aufgefordert, sich engagiert für eine (provisorische) Neuplatzierung des zurzeit eingelagerten Bauerndenkmals einzusetzen.

Säckelmeister Peter Seiler konnte eine ausgeglichene Jahresrechnung vorlegen. Auch das Budget 2003 sieht einen kleinen Überschuss vor. Positiv aufgenommen wurde schliesslich eine Totalrevision der Zunftsatzungen. Sie bringt als Neuerung unter anderem die Bestimmung, wonach Altzunftherren (ab 75 Jahren) und Ehrenzunftherren im Falle eines Wegzuges von Liestal die Mitgliedschaft beibehalten. Des weiteren wurde die Richtzahl des Mitgliederbestandes von bisher 50 auf 60 erhöht.

Der zweite Teil des Abends war traditionsgemäss einem Gastreferenden gewidmet: Der Liestaler Landrat Dieter Schenk gab einen aufschlussreichen Überblick über den römischen Gutshof „Munzach“ in Liestal. Den Ausführungen über das Geschehen seit der Entdeckung der römischen Siedlung um 1950 durch Theodor Strübin war erfreulicherweise zu entnehmen, dass die Aussichten auf einen wichtigen Schritt in Sachen Restaurierung und Konservierung der Anlage heute wesentlich besser sind als auch schon.