4. Jahresversammlung (16. April 1993)

Bericht: Friedrich Gysin / Fotos: pendent - xx.yy.1993

Liestal auf dem Weg zu einem Stadtmuseum (16. April 1993)

Bereits 1970 und dann 1987 hätten verschiedene Interessengruppen die Schaffung eines Liestaler Stadtmuseums angeregt, erklärte der Volkskundler Dominik Wunderlin, Präsident der Museumsgesellschaft Baselland, an der vierten Jahresversammlung der Zunft zum Stab. Die Zunft habe nun erfreulicherweise im vergangenen Jahr dieses Thema wieder aufgegriffen, und sie sei bereits auch aktiv geworden. Der Referent liess in seinen Ausführungen erkennen, welch intensive Arbeit die dafür eingesetzte Arbeitsgruppe übernommen hat. Das zu schaffende Stadtmuseum sieht Dominik Wunderlin in der alten Pfarrscheune zwischen Büchelistrasse und Kanonengasse. Er appellierte an die Zunftmitglieder, sich für dieses grosse Ziel einzusetzen, dabei jedoch eine Zusammenarbeit mit allen interessierten Kreisen anzustreben.

Vorgängig erläuterte Wunderlin die Entwicklung der Ortsmuseen im Baselbiet, von denen es heute bereits rund 40 gebe. Liestal selbst beherberge das Kantonsmuseum, das Dichtermuseum, ein Harmoniummuseum und eine namhafte Kunstsammlung.

Über die Tätigkeit der Arbeitsgruppe Stadtmuseum der Zunft zum Stab orientierte Obmann August Jäger. Derzeit werde in Fronarbeit, für die dringend weitere Arbeitskräfte gesucht würden, die Waffensammlung restauriert. Zusammen mit weiteren interessierten Kreisen sei man zudem auf der Suche nach geeigneten Ausstellungsräumen.

Unter dem Vorsatz von Zunftmeister Willy Mall konnten die statuarischen Geschäfte problemlos bewältigt werden. Einstimmig gutgeheissen wurden die geänderten Satzungen , die verschiedenen Berichte und die Rechnung. Für eine vierjährige Amtsdauer wiedergewählt wurde der gesamte Zunftrat mit Willy Mall an der Spitze. Gutgeheissen wurde auch die Beschilderung im Tierpark Weiermätteli. Jürg Strub orientierte über den Empfang der Neuzuzüger  in Liestal. Von 385 Eingeladenen hätten 40 an diesem informativen Anlass teilgenommen. Abschliessend rief der Zunftmeister alle Mitglieder auf, sich in irgend einer Form an der vielfältigen Arbeiten zu beteiligten.